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Einführung in die Festplattenarrays: Bedienungsanleitung für die FastTrak100™ Ultra ATA/100 RAID-Karte

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Einführung in die Festplattenarrays: Bedienungsanleitung für die FastTrak100™ Ultra ATA/100 RAID-Karte

Allgemeine Beschreibung • An einer Array beteiligte Laufwerke • Typen der Festplattenarrays • Verkettung (RAID 0) • Spiegelung (RAID 1)


Allgemeine Beschreibung

Eine „Festplattenarray" besteht aus einer Gruppe von 2 (oder mehreren) Festplattenlaufwerken, die im System als ein einziges Laufwerk erscheinen. Der Vorteil einer Array ist, dass eine bessere Leistung und / oder Fehlertoleranz erzielt werden kann. Die verbesserte Leistung ereicht man dadurch, dass die Arbeitslast auf mehrere, parallel arbeitende physische Laufwerke verteilt wird. Die Fehlertoleranz erreicht man, indem man die Daten verdoppelt, sodass bei Versagen eines Laufwerks (oder auch mehrerer) oder bei Sektorfehlern eine „Spiegelkopie" der Daten auf einem bzw. mehreren anderen Laufwerk /en existiert.

Um optimale Ergebnisse zu erreichen, sollten für die Errichtung einer Festplattenarray identische Ultra ATA/100-Laufwerke verwendet werden. Die angepasste Leistung der Laufwerke ermöglicht es der Array, besser zu arbeiten als ein einziges Laufwerk.


An einer Array beteiligte Laufwerke

Das einzelne Laufwerk in einer Array wird auch als „Mitglied" bezeichnet. Jedes Mitglied einer bestimmten Festplattenarray wird auf dem „reservierten Sektor" mit den Konfigurationsdaten verschlüsselt, die das Laufwerk als Mitglied identifizieren. Alle an einer erstellten Array beteiligten Laufwerke werden vom System als ein einziges physisches Laufwerk erkannt.


Typen der Festplattenarrays

In den meisten Fällen erfolgt die Konfiguration des Systems über die Option <1> „Autosetup" von FastBuildTM . Es gibt zwei Arten von Festplattenarrays, die in Verbindung mit der von Dell gelieferten FastTrak100-Karte eingerichtet werden können. „Verkettung" bedeute eine Steigerung der Leistung, während eine „Spiegelarray" zur Kategorie der Fehlertoleranz gehört. Die Festplattenarrays innerhalb der Kategorien Leistung und Fehlertoleranz bilden die RAID-Technologie (Redundant Array of Independent Disks = Technologie mit redundanten Arrays unabhängiger Festplatten). In der Tabelle 1 unten werden die Unterschiede zwischen beiden RAID-Niveaus nach Leistung, Speicherkapazität und Anzahl der unterstützen Laufwerke angezeigt.

Table 1. Unterschiede der RAID-Niveaus

RAID-Niveay

Leistung

Speicherkapazität

Anzahl der Laufwerke

RAID 0 (Verkettung)
RAID 1 (Spiegelung)

Maximal
Normal

# Anzahl der Laufwerke x kleinste Größe mind.
50%

1-2
2

 


Verkettung (RAID 0)

Die Lese- und Schreibsektoren der Daten werden auf verschieden Laufwerke verteilt. Wenn ein an einer Array beteiligtes Laufwerk versagt, wird davon die gesamte Array betroffen. Die Leistung ist besser als bei einem einzigen Laufwerk, da die Arbeitslast auf mehrere Arraymitglieder verteilt wird (siehe Abbildung 1 unten). Dieser Arraytyp ist für Hochleistungssysteme gedacht. Es wird empfohlen, identische Laufwerke zu verwenden, um die Leistung und die Effizienz der Datenspeicherung so gut wie möglich zu gestalten. Die Speicherkapazität der Festplattenarray ist gleich der Anzahl der Mitgliedslaufwerke mal der Kapazität des kleinsten Mitglieds; z.B. bei einer 1 GB-großen und drei 1,2 GB-großen Festplatte, entsteht eine 4 GB-große (4 x 1 GB) Festplattenarray. Verkettungsgröße – Die Sektorgröße kann auf einen Wert zwischen 1 KB und 1024 KB eingestellt werden. Die Größe kann die Leistung direkt beeinflussen. In der FastBuild-BIOS ist als Standardeinstellung für „Desktop" 8 KB eingestellt, während für „Server" und „A/V-Bearbeitung" 64 KB verwendet werden.

 

Abbildung 1. RAID 0 Verkettung


Spiegelung (RAID 1)

Bei der RAID 1-Spiegelung wird ein Duplikat der Daten auf zwei Laufwerke (siehe Abbildung 2 unten) geschrieben, während der Lesevorgang parallel erfolgt. ATA RAID 1 ist fehlertolerant, weil jedes Laufwerk des „Spiegelpaares" an einem getrennten IDE-Kanal installiert wird. Wenn eines der „gespiegelten" Laufwerke einen mechanischen Fehler aufweist (z.B. Versagen der Spindel) oder nicht reagiert, kann das andere Laufwerk weiterarbeiten. Das ist die sogenannte Fehlertoleranz. Wenn eines der Laufwerke einen physischen Sektorfehler aufweist, arbeitet das andere Laufwerk weiter.

Beim folgenden Neustart zeigt das Dienstprogramm FastBuildTM einen Fehler der Array an und empfiehlt, das defekte Laufwerk auszutauschen. Der Benutzer kann aber den PC weiterverwenden, auch wenn Promise den Austausch des defekten Laufwerks so bald wie möglich empfiehlt.

Aufgrund der Redundanz beträgt die Speicherkapazität der Array die halbe Speicherkapazität der Laufwerke. Wenn z.B. zwei 1 GB-Festplatten zusammen über 2 GB verfügen, so ist die nutzbare Speicherkapazität 1 GB. Bei Laufwerken von unterschiedlicher Größe können auf dem größeren Laufwerk ungenutzte Kapazitäten entstehen.

Abbildung 2. RAID 1 Spiegelung


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